Intro
Vorsicht!
Das Lesen dieses Textes könnte Ihnen Flausen in den Kopf setzen. Und diese Flausen sind in der Katzenzucht in der Regel mit Geldausgaben verbunden.
Das ist mein Ernst!
Anfang des Jahres 2000 hatte ich in meinem Cat Manager durch langwieriges, fleißiges Datensammeln und -eintragen einen Punkt erreicht, der mich bei meinen Zuchtkatzen bis zu "Adam und Eva", sprich hauptsächlich bis Andy, Bridget und Susan zurückblicken ließ. Bis zu diesem Zeitpunkt züchtete ich Schnauzen, Ohren mit Luchspinseln, lange Schwänze usw. Genau wie jeder andere hatte ich einen Typ im Kopf und den erreichte man am besten, wenn man Katzen mit diesen "guten" Eigenschaften miteinander verpaarte.
Damit hatte ich aber ab sofort ein Problem. Es war mir, das erkannte ich rasch, nicht möglich, in der gewohnten Weise weiter zu züchten. Ich hatte und habe bis heute noch keinen Wurf mit Missbildungen oder Totgeburten über ein natürliches Maß hinaus, aber ich hatte auch überhaupt keine Lust, bis an diese Grenze zu gehen.
Ich startete Versuche wie:
Suche übers Internet eine Katze, die zu deinem Kater passt und keine zu hohen Inzuchtwerte erreicht.
Oder die Hausfrauenmethode (wie bei einem Rezept):
Wie müsste ein Stammbaum aussehen, der mich und zukünftige Züchter in die Lage versetzt, weiterzüchten zu können?
Würde ich Perser oder Somali oder ein anderes "Kunstobjekt" gezüchtet haben, wäre das der Zeitpunkt gewesen, aufzuhören.
Maine Coon gaben mir immerhin die Möglichkeit, Linien zu finden, die nicht so breitgetreten waren, wie das gängig zu findende Erbmaterial. Ich benutze bewusst nicht die Modeworte "Foundation", "Outcross" usw., denn es geht mir in erster Linie um einen Weg, den ich beschreiten kann und auf dem ich mich wohl fühle.
Wenn sie sich die Stammbäume meiner Zuchtkatzen ansehen und vor allem die Stammbäume der Jungtiere aus meiner Zucht, können sie meine Bemühungen erkennen. Das hoffe ich jedenfalls! Und ich bin weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten auf der Suche nach dem richtigen Weg.
Jutta Veit
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